Japanische Enzephalitis

Die Japanischen Enzephalitis ist eine schwere Virusinfektion, welche durch verschiedene Stechmückenarten übertragen werden. Die Japanische Enzephalitis tritt ganzjährig in Indonesien und auf den Philippinen auf, im restlichen Asien im Sommer, Herbst und am Ende der Regenzeiten. Im Allgemeinen tritt sie dort bevorzugt in Reisanbaugebieten mit Tierhaltung auf. Diese schwere Krankheit des zentralen Nervensystems ist  in ländlichen Gebieten verbreitet, da die Mücken auch Tiere wie Schweine, Pferde und Hunde befallen. Auch Nagetiere und Vögel sind dem Erregerreservoir zuzuordnen. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.

Die Mücken, welche die Viren der japanischen Enzephalitis übertrage können, sind in den Abend- und Nachtstunden aktiv.

Die Japanische Enzephalitis führt zu entzündlichen Reaktionen im zentralen Nervensystem und zwar vor allem im Gehirngewebe, in den Hirnhäuten oder im Rückenmark.

Die Erkrankung gehört zu den schwer verlaufenden Virusinfektionen mit einer Sterberate von 30 Prozent und oftmals bleibenden neurologische Schäden. Es gibt keine Medikamente gegen die Erkrankung. Es gibt jedoch eine Impfung gegen die japanische Enzephalitis, welche einen guten Schutz bietet.

Insgesamt tritt die Erkrankung bei der Lokalbevölkerung selten auf. Für Reisende besteht nur ein sehr geringes Risiko.

Vorbeugend sollten Reisende bei Aufenthalt in sehr ländlichen Gebieten auf einen guten Mückenschutz in den Abend- und Nachtstunden achten. Also geeignete Kleidung tragen, Insektenrepellents für unbedeckte Stellen und unter einem imprägniertem Mückennetz schlafen. Die Impfung wird für Reisende dann empfohlen, wenn sie sich längere Zeit in ländlichen Regionen mit Wasserlandwirtschaft und/oder nächtlichen Aktivitäten im Freien in den Endemiegebieten (Asien) und während Risikoperioden (Indonesien, Philippinen ganzjährig, restl. Asien von April bis Oktober) geplant haben.

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