Tollwut

Tollwut – allgemeines

Die Tollwut ist eine beim Menschen immer tödlich verlaufende Erkrankung und in vielen Gebieten der Welt verbreitet. Das Virusreservoir findet sich vor allem unter Füchsen, Hunden und Katzen. Waschbären und Stinktiere sind Infektionsquellen v.a. in den USA und Kanada. Fledermäuse und andere Wildtiere übertragen ebenfalls Tollwut. Etwa 60’000 Tollwutfälle beim Menschen werden jährlich weltweit gemeldet, davon alleine 30’000 auf dem indischen Subkontinent. Der Rest der Fälle stammt aus China, Südostasien, Afrika und Südamerika. Die häufigste Infektionsquelle ist der Hund. In Indien leben ca. 50 Mio. Hunde, in Thailand ca. 10 Mio. Einer von zehn streunenden Hunden in Bangkok ist infiziert.

In Tollwutendemiegebieten müssen alle Säuger als potentielle Überträger eingestuft werden, auch gesund aussehende. Eine vorsorgliche Tollwutprophylaxe vor der Reise besteht aus 3 Impfungen und ist bei Trekkingtouren, bei Fahrradreisen und bei längeren Reisen in Entwicklungsländer empfohlen.

Jede Verletzung (z.B. Biss, Kratzer) durch ein fremdes oder nicht regelmässig geimpftes Tier bedeutet ein Risiko. Eine solche Verletzung muss sofort ausgiebig mit Wasser und Seife gereinigt werden. Dann soll sofort ein Arzt aufgesucht werden. Bei einem verdächtigen Tierkontakt während der Reise braucht eine nicht geimpfte Person so schnell wie möglich eine Seruminjektion und zusätzlich 5 Tollwutimpfdosen. Tollwutseren und zum Teil auch Tollwutimpfstoffe sind in vielen Ländern nur sehr selten erhältlich. Eine vollständig geimpfte Person muss innerhalb von Tagen mit 2 Impfstoffdosen nachgeimpft werden. In Gebieten mit Fledermaustollwut muss nur im Umgang mit diesen Tieren geimpft werden. Auswanderer sollten auch alle ihre Tiere impfen lassen. Auf folgender Seite finden Sie genauere Angaben zum Vorgehen nach einem Tierbiss.

Global_Rabies_ITH_2008

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